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       Allgemeine Geschäftsbedingungen

zwischen Makler und Kunde als Verbraucher

§ 1 Vertragsschluss
Der Makler schuldet dem Kunden Nachweis- oder Vermittlungstätigkeit, für welche der Kunde im Erfolgsfall
die vereinbarte Provision zu zahlen hat. Der Maklervertrag kann zu notarieller Urkunde schriftlich, mündlich,
fernmündlich und durch schlüssiges Verhalten zustande kommen.

§ 2 Erweiterte Provisionszahlungspflicht
Der Kunde ist zur Zahlung der vereinbarten Maklerprovision auch dann verpflichtet, wenn er mit dem
tatsächlich abgeschlossenen Vertrag wirtschaftlich selbigen Erfolg erzielt. Dies gilt in gleicher Weise, wenn der
Kunde an dem abgeschlossenen Geschäft selbst weitgehend beteiligt ist. Dies gilt auch, wenn zwischen dem
Kunden und dem Erwerber eine feste auf Dauer angelegte, in der Regel familiäre – und/ oder
gesellschaftsrechtliche Bindung besteht.

§ 3 Weitergabeverbot
Sämtliche Informationen einschließlich der Objektnachweise des Maklers sind ausdrücklich für den Kunden
bestimmt. Diesem ist es ausdrücklich untersagt, die Objektnachweise und Objektinformationen ohne
ausdrückliche Zustimmung des Maklers, die zuvor schriftlich erteilt werden muss, an Dritte weiter zu geben.
Verstößt der Kunde gegen diese Verpflichtung und schließt der Dritte oder andere Personen, an die der Dritte
seinerseits die Informationen weitergegeben hat den Hauptvertrag ab, so ist der Kunde verpflichtet, dem Makler
die ihm vereinbarte Provision zuzüglich Mehrwertsteuer zu entrichten.

§ 4 Doppeltätigkeit und Provisionshöhe
Der Makler darf sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer provisionspflichtig tätig werden!
Die Höhe der Provision richtet sich nach der Ortsüblichkeit in dem Bundesland, in dem das Verkaufsobjekt liegt.
Für NRW sind dies 3,57 % (inkl. 19 % MwSt) des Verkaufspreises von jeder Vertragspartei.
Wird der Gesamtprovisionsanspruch vom Verkäufer übernommen, so ist ein provisionsfreies Angebot an den Käufer vereinbart. Die Maklerprovision bei Vermietungen richtet sich nach den Vorgaben des Wohnungs-Vermittlungs-Gesetzes. Sie beträgt maximal das 2,38 fache der monatlichen Kalt- oder Pauschalmiete (inkl. 19 % MwSt) vom Vermieter.
Bei der Vermittlung von Gewerbeimmobilien kann die Provision maximal das 3,57 fache der monatlichen Kalt- oder Pauschalmiete (inkl. 19% MwSt) vom Vermieter betragen.

§ 5 Eigentümerangaben
Der Makler weist darauf hin, dass die von ihm weitergegebenen Objektinformationen vom Verkäufer bzw. von
einem Dritten stammen und von ihm, dem Makler, weder auf ihre Richtigkeit, noch auf ihre Vollständigkeit
überprüft worden sind. Es ist die Angelegenheit des Kunden, diese Angaben auf ihre Richtigkeit hin zu
überprüfen. Der Makler, der diese Informationen nur weitergibt, übernimmt für die Richtigkeit keinerlei
Haftung.

§ 6 Informationspflicht und Vollmachterteilung
Der Auftraggeber (Eigentümer) wird verpflichtet, vor Abschluss des beabsichtigten Kaufvertrages unter Angabe
des Namens und der Anschrift des vorgesehenen Vertragspartners bei dem Makler zu erfragen, ob die Zuführung
des vorgesehenen Vertragspartners durch dessen Tätigkeit veranlasst wurde. Der Auftraggeber erteilt hiermit
dem Makler Vollmacht zur Einsichtnahme in das Grundbuch, in behördliche Akten, insbesondere Bauakten
sowie alle Informations- und Einsichtsrechte gegenüber dem WEG-Verwalter, wie sie dem Auftraggeber als
Wohnungseigentümer zustehen.

§ 7 Aufwendungsersatz
Der Auftraggeber ist verpflichtet, dem Makler die in Erfüllung des Auftrages entstandenen, nachzuweisenden
Aufwendungen (z.B. Exposékosten, Insertionen, Internetauftritt, Telefonkosten, Portokosten, Objektbesichtigungen und Fahrtkosten) zu erstatten, wenn der Vermarktungsauftrag vor Ablauf der vereinbarten Vermarktungszeit von Seiten des Auftraggebers gekündigt wird. Hierbei wird der vereinbarte Aufwendungsersatzanspruch sofort fällig.

§ 8 Haftungsbegrenzung
Die Haftung des Maklers wird auf grob fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten begrenzt, soweit der Kunde
durch das Verhalten des Maklers keinen Körperschaden erleidet oder sein Leben verliert.

§ 9 Verjährung
Die Verjährungsfrist für alle Schadenersatzansprüche des Kunden gegen den Makler beträgt 3 Jahre.
Sie beginnt mit dem Zeitpunkt, an dem die schadenersatzverpflichtende Handlung begangen worden ist.
Sollten gesetzliche Verjährungsregelungen für den Makler zu einer kürzeren Verjährung führen, sind diese geltend.

§ 10 Gerichtsstand
Sind Makler und Kunde Vollkaufleute im Sinne des Handelsgesetzbuches, so ist als Erfüllungsort für alle aus
dem Vertragsverhältnis herrührenden Verpflichtungen und Ansprüche und als Gerichtsstand der Firmensitz des
Maklers vereinbart.

§ 11 Salvatorische Klausel
Sollte eine oder mehrere der vorstehenden Bestimmungen ungültig sein, so soll die Wirksamkeit der übrigen
Bestimmungen hiervon nicht berührt werden. Dies gilt auch, wenn innerhalb einer Regelung ein Teil unwirksam
ist, ein anderer Teil aber wirksam. Die jeweils unwirksame Bestimmung soll zwischen den Parteien durch eine
Regelung ersetzt werden, die den wirtschaftlichen Interessen der Vertragsparteien am nächsten kommt und den
weiteren vertraglichen Vereinbarungen nicht zuwider läuft.
 
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